Gartenkalender für die Woche 25

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Blumen und Stauden

Nachblüte beim Rittersporn fördern

Rittersporn blüht nach der Hauptblüte im Juni ein zweites Mal im September, wenn Sie die Staude direkt nach dem Verblühen etwa handbreit über dem Boden zurückschneiden – das Wässern und Düngen nicht vergessen.

Kräuter verjüngen

Um die halbstrauchig wachsenden Kräuter wie Salbei, Thymian, Ysop und Lavendel vor der Vergreisung zu bewahren, können die Pflanzen nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Sie danken es mit reichem Austrieb aus der Basis und bilden wieder dichte Büsche. Die abgeschnittenen Zweige lassen sich übrigens getrocknet gut verwenden. Schneiden Sie die Pflanzen am besten, wenn der Himmel bedeckt ist.

Sommerblumen pflanzen

25 sommerblume Im Juni können noch empfindliche Sommerblumen für Kübel, Kästen und Beete gepflanzt werden. Dazu gehören Leberbalsam (Ageratum), Fuchsschwanz (Amarantus), Ochsenzunge (Anchusa), Löwenmaul (Antirrhinum), Bärenohr (Arctotis), Spinnenpflanze (Cleome), Schmuckkörbchen (Cosmos), Mittagsgold (Gazania), Männertreu (Lobelia), Levkoje (Matthiola), Gauklerblume (Mimulus), Ziertabak (Nicotiana), Petunie (Petunia), Feuersalbei (Salvia), Studentenblume (Tagetes), Verbene (Verbena) und Zinnie (Zinnia).

 

Düngung

In warmen, feuchten Perioden werden durch Mikroorganismen in vielen Böden Nährstoffe freigesetzt. Seien Sie deshalb vorsichtig mit zusätzlicher Düngung. Stauden auf überdüngten Standorten neigen zur "Mastigkeit" und können umfallen. Die Attraktivität für Schädlinge nimmt außerdem zu.

Gemüse und Kräuter

Gemüsezwiebeln nachdüngen

Gemüsezwiebeln haben einen höheren Nährstoffbedarf als Speisezwiebeln. Daher empfiehlt sich Ende Juni eine Nachdüngung am besten in flüssiger Form. Achten Sie ab jetzt auch auf eine regelmäßige Wasserversorgung, da der Wasserbedarf mit der Zwiebelbildung steigt.

Beetpflege

Damit Möhren, Fenchel, Schwarzwurzeln und Rote Bete kräftig werden können, sollten Sie die Reihen immer im Auge behalten. Wenn zu dicht gesät wurde, muss der Abstand durch das Herausziehen einzelner Pflanzen wieder vergrößert werden. Ausgezogene Rote Bete kann übrigens wieder neu aufgepflanzt werden.

Tomate

25 tomateEin Befall mit Kraut- und Braunfäule beginnt bei der Tomate mit braunen, runzeligen Flecken auf den unteren Blättern, die sich rasch vergrößern und danach auf benachbarte Blätter, Stängel und später Früchte übergehen. Da die Infektion in erster Linie über erkrankte Kartoffelpflanzen erfolgt, sollten Sie Tomaten und Kartoffeln nicht in unmittelbarer Nähe anbauen. Außerdem sollten Sie Maßnahmen ergreifen, damit Pflanzenteile nicht zu lange feucht bleiben. Setzen Sie die Tomaten also an einen sonnigen Standort, gießen Sie direkt an die Wurzel und sorgen Sie für ausreichenden Pflanzenabstand. Am besten und sichersten wachsen Tomaten, wenn sie überdacht kultiviert werden.

Obst

Erdbeerernte

Beim Ernten von Erdbeeren dürfen Sie die angefaulten und beschädigten Früchte auf keinen Fall hängen lassen, sonst werden gesunde Früchte infiziert. Ein Tipp: Sammeln Sie die schadhaften Früchte in einem zweiten Körbchen, denn sie lassen sich problemlos kompostieren.

Birnen bei Bedarf wässern

25 birneDie Steinzellenbildung bei Birnenfrüchten ist sortenabhängig, aber auch auf Trockenheit während der Fruchtentwicklung zurückzuführen. Wässern Sie daher die Bäume, wenn in den nächsten Wochen wenig Regen fällt.

 

 

Äpfel ausdünnen

Die Fruchtzahl pro Baum in guten Lagen muss noch reguliert werden. Wenn der sogenannte Junifall abgeschlossen ist, kann beim Apfel noch mit der Hand ausgedünnt werden, das heißt, bei Sorten mit zu hohem Fruchtansatz werden überschüssige Früchte von Hand entfernt. Je früher dies geschieht, desto besser ist es für die Blütenbildung im nächsten Jahr. Äpfel sollten so vereinzelt werden, dass pro Fruchtstand bei kleinfrüchtigen Sorten wie Rubinette oder Elstar eine Frucht und bei großfrüchtigen Sorten wie Boskoop oder Jonagold zwei Früchte bleiben. Bei dieser Maßnahme kann schon eine Vorsortierung am Baum vorgenommen werden, das heißt, man kann beschädigte und ungünstige Früchte direkt entfernen.

Juniriss

Krautige Triebe, die für den Baumaufbau nicht benötigt werden oder an ungünstigen Positionen stehen, sollten Sie jetzt wegreißen. Das Reißen geht schneller als das Schneiden, fördert die Wundheilung und reduziert den Neuaustrieb im nächsten Jahr. Insbesondere Konkurrenztriebe an Leitästen und Stammverlängerung im Spitzenbereich können so rechtzeitig entfernt werden.

Handausdünnung von Steinobst

Hierbei können folgende Fruchtzahlen angestrebt werden: - Pfirsiche: faustbreiter Abstand zwischen den Früchten notwendig, da sonst kurz vor der Ernte ein Abdrücken der Früchte droht. - Zwetschgen: max. 20 Früchte pro lfm Fruchtholz.

Holundersekt

Holundersekt ist ein erfrischendes Getränk aus den Blüten des Holunders. Holunderblüten werden mit kochendem Wasser übergossen und bleiben darin einen Tag liegen. Danach werden die Blüten abgesiebt und der Aufguss wird mit 1 kg Zucker je 1 kg Blüten und 20 g Zitronensäure vermischt. Der Sirup wird abgefüllt und an einem kühlen Ort gelagert. Vermischt mit Wasser oder Sprudel wird daraus ein erfrischendes Sommergetränk. Auch die Blüten der Indianernessel (Monarda didyma) eignen sich zur Sirupherstellung.

Erdbeeren richtig bewässern

Erdbeeren sollten nur bei Trockenheit bewässert werden, denn zu viel Wasser fördert Fäulnis und verschlechtert den Geschmack. Unterlegtes Stroh sorgt für saubere Früchte und verringert die Gefahr von Fäulnis.

Balkon und Terrasse

Blattaufhellungen bei Zitrusgewächsen

Wenn das Orangen- oder Zitronenbäumchen auf der Terrasse Blattaufhellungen zeigt, ist das meistens ein Zeichen für Eisenmangel. Hier helfen Spezialdünger für Zitrusgewächse, die Eisen in schnell aufnehmbarer Form enthalten. Verabreichen Sie den flüssigen Eisendünger möglichst an sonnigen Tagen über das Blatt. Die Pflanzen können dann das notwendige Eisen besonders rasch aufnehmen.

Gartenteich

Fischkauf

Kaufen Sie die Fische für Ihren Teich am besten im Juni, denn dann sind die Temperaturen ausreichend hoch und die Tiere gewöhnen sich rasch an die neue Umgebung. Wichtig: Den Transportbeutel auf das Wasser legen und mindestens eine Stunde dort lassen, bevor man ihn vorsichtig öffnet. Auf diese Weise gleicht sich die Wassertemperatur im Beutel an diejenige im Teich an. Wichtig ist auch, das Ganze bei nicht zu warmem Wetter zu machen und den Beutel nicht der vollen Sonne auszusetzen, ansonsten wird die Temperatur im Beutel für die Fische rasch zu hoch und sie gehen ein.

Pflanzenschutz

Laufkäfer fördern

Laufkäfer sind nützliche Helfer im Garten, da sie Schnecken, Raupen, Ameisen, Engerlinge, Kartoffelkäfer, Drahtwürmer und Blattläuse fressen. Schaffen Sie für die nachtaktiven Käfer Unterschlupfmöglichkeiten unter Brettern, Steinen, in Laubhaufen oder alten Kompostmieten und verzichten Sie möglichst auf chemischen Pflanzenschutz.

Maden in Kirschen

Befinden sich in den Kirschfrüchten kleine, weiße Maden, ist Ihr Kirschbaum von der Kirschfruchtfliege befallen. Die befallenen Früchte können Sie nicht mehr verwerten. Um einen erneuten Befall im nächsten Jahr zu verhindern, müssen Sie alle madigen Kirschen abernten, damit die Larven nicht zu Boden fallen und dort überwintern.

Sonstiges

Bewässerung leichter Böden

In manchen Jahren kann es im Juni schon sehr heiß werden, sodass besonders auf leichten Böden bewässert werden muss. Aber übertreiben Sie das Gießen und Sprengen nicht, denn erstens fördern Sie dadurch auch die unerwünschten Wildkräuter und zweitens werden gerade auf leichten Böden bei starker Bewässerung die Nährstoffe (besonders Stickstoff) mit ausgewaschen. Verwenden Sie zum Wässern kein wertvolles Trinkwasser. Eine Regenwasserzisterne liefert billiges, weiches Gießwasser. Besonderer Tipp: An den Boden und das Klima angepasste Pflanzen müssen seltener gewässert werden.

Falscher Mehltau an Wein

Sind auf den Blättern Ihrer Weinstöcke ölige Flecke zu sehen und zeigt sich später auf der Blattunterseite ein weißlicher Pilzrasen, hat sich der Falsche Mehltau auf Ihrem Wein ausgebreitet. Eindämmen können Sie die Infektion, indem Sie stehendes Wasser auf allen Pflanzenteilen vermeiden. Entfernen Sie außerdem jegliches Infektionsmaterial wie Falllaub und ungenießbar gewordene Lederbeeren.


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Verantwortlich für den Inhalt: Landesgeschäftsführer Rolf Heinzelmann

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