Gartenkalender für die Woche 47

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Ziergehölze

Unkräuter jetzt mechanisch entfernen

Manche Unkräuter (z. B. Vogelmiere und Franzosenkraut) wachsen auch bei Kälte weiter. Lockern Sie daher zwischen Stauden, Rosen und zweijährigen Blumen noch einmal die Erde, entfernen Sie das Unkraut und decken Sie die Zwischenräume dann mit Laub oder Mulch ab.

Blumen und Stauden

Zweijährige Blumen

47 Vorgezogene zweijährige Blumen wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Bartnelken und Tausendschön können jetzt an den vorgesehenen Platz im Freien gesetzt werden.

 

 

 

Gemüse und Kräuter

Grünkohl und Rosenkohl stehen lassen

47 2 Lassen Sie die Grünkohl- und Rosenkohlpflanzen ruhig im Garten stehen. Sie sind sehr frosthart. Beide Gemüsearten schmecken angenehmer und aromatischer nach einer Frostperiode, da sich dann die vorhandene Stärke in Zucker umwandelt.

 

 

Gemüsebeete bedecken

Bedecken Sie Gemüsebeete, auf denen keine Gründüngung steht, mit Laub oder Stroh, um den Boden zu schützen und das Auswaschen von Nährstoffen zu verhindern.

Gemüselagerung

Zuckerhut, Kopfkohl, Wirsing, Chinakohl und Porree werden jetzt mit Wurzeln eingelagert. Kohlköpfe, Steckrüben, Chinakohl und Wirsing werden am besten auf einem Holzregal gelagert, wobei sich die Köpfe nicht berühren sollten. Wie Zuckerhut kann dieses Gemüse auch in einem frostfreien Raum aufgehängt oder mit den Wurzeln in feuchtem Sand überwintert werden. Ohne Wurzeln würden die eingelagerten Pflanzen sehr schnell austrocknen und wertlos werden.

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Obst

Vorbeugende Maßnahmen an Obstbäumen

47 3Fruchtmumien bei Apfel, Birne und Pflaume werden aus dem Baum entfernt, damit die Krankheitserreger sich von dort nicht erneut ausbreiten können. Möglichst nicht auf den Kompost bringen, sondern über die Biotonne entsorgen.

 

 

Winterschutz

Frostempfindliche Obstgehölze (Aprikosen, Pfirsiche, Kiwis, Wein) können jetzt mit Reisig oder Reetmanschetten vor Frost geschützt werden. Besonders gefährdet sind Jungpflanzen. Auf der Rinde von sonnenexponierten Obstbäumen treten an sonnigen Wintertagen extreme Temperaturschwankungen auf. Kalkanstriche können die Bäume vor Frostrissen schützen. Die weiße Farbe reflektiert die Wintersonne und verhindert, dass sich die dunkle Rinde zu stark aufheizt.

Neupflanzung von Obstgehölzen

Sorgen Sie dafür, dass die Bäume möglichst schnell in den Boden kommen. Ein Antreten des Bodens nach dem Pflanzen ist für einen guten Bodenschluss sehr wichtig. Dies sollte zusätzlich durch Einschlämmen unterstützt werden. Eine gründliche Vermischung des Aushubes mit Pflanzerde oder reifem Kompost verbessert das Anwachsergebnis ebenfalls. Gleichzeitig kann ein Dauerdünger mit ins Pflanzloch gegeben werden (z. B. Osmocote, Plantacote 20-50 g/Pflanzloch). Bei der Auswahl der Pfähle sollte man auf heimische Holzarten zurückgreifen wie z. B. Esskastanie, Akazie, Fichte oder Kiefer. Dabei reicht es vollkommen aus, wenn nur der untere Teil imprägniert ist. Zum fachgerechten Anbinden gibt es im Fachhandel spezielle Baumanbinder in unterschiedlichen Längen und Materialien. Wichtig ist hierbei, dass Baum und Pfahl immer in Form einer liegenden Acht gebunden werden, damit es nicht zu Scheuerstellen kommt.

Balkon und Terrasse

Pflanzgefäße reinigen

Pflanzgefäße, die Sie erst im nächsten Frühjahr neu bepflanzen möchten, sollten Sie vor dem Einwintern gründlich reinigen. Als Schutz gegen Pilzkrankheiten genügt es bei Kunststoffgefäßen, sie mit milder Seifenlauge abzuwaschen. Holzkästen werden mit einer Bürste von Erde und Feinsubstanz befreit. Tontöpfe, an denen Salze auskristallisieren oder die sich verfärbt haben, legt man über Nacht in Wasser und reinigt sie dann mit einer Essiglösung.

Pflanzenschutz

Feuerbrand vorbeugen

47 4 Die Bakterienkrankheit Feuerbrand, erkennbar an abgestorbenen jungen Triebspitzen, befällt neben Äpfeln und Birnen vor allem hoch wachsenden Cotoneaster. Daher sollten in gefährdeten Gebieten ersatzweise robuste immergrüne Gehölze wie Stechpalme, Kirschlorbeer, Ölweide oder Immergrüner Schneeball gepflanzt werden.

 

 

Birne

Wenn sich am Zierwacholder walzenförmige Stammverdickungen zeigen, deutet das auf einen Befall durch den Birnengitterrost hin. Die Wülste brechen im zeitigen Frühjahr mit Sporenlagern aus. Von hier erfolgt dann die Infektion benachbarter Birnbäume. Sollte Ihr Wacholder vom Birnengitterrost befallen sein, hilft nur ein radikaler Rückschnitt.

Sonstiges

Früchte richtig lagern

Vorsicht: Nicht alle Lagerfrüchte vertragen hohe Luftfeuchtigkeit! So wollen Zwiebeln, Knoblauch und Nüsse kühl und trocken gelagert werden.

Gründüngung

Als Gründüngung kommen jetzt nur noch Winterwicke, Winterroggen und Winterweizen infrage.


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Gartenkalender für die Woche 43

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Ziergehölze

Krankes Holz entfernen
Solange Gehölze im Garten noch belaubt sind, kann man abgestorbene Äste und Zweige gut erkennen. Schneiden Sie solche kranken Partien bis ins gesunde Holz zurück und entfernen Sie das Schnittholz insbesondere auch sogenannte Fruchtmumien aus dem Garten.

Saatgut ernten
Von einigen Pflanzen können auch im Oktober noch Samen für die generative Vermehrung gesammelt werden. Unreife oder feuchte Samen müssen gründlich getrocknet werden, damit sie nicht schimmeln.

Blumen und Stauden

Sommermargeriten verpflanzen
Sommermargeriten sollten alle drei bis vier Jahre verpflanzt werden, da giftige Wurzelausscheidungen zu Wachstumsdepressionen führen können. Bis Ende Oktober ist noch Gelegenheit, den Pflanzen einen neuen Standort zuzuweisen, andernfalls verschieben Sie die Aktion besser ins Frühjahr.

Auspflanzen getopfter Stauden
Achten Sie beim Auspflanzen getopfter Stauden darauf, dass der Wurzelballen nicht beschädigt wird. Drücken Sie die Pflanzen gut an, damit die Wurzeln Bodenkontakt bekommen, und vergessen Sie nicht zu gießen.

Rittersporn aussäen
Einjähriger Rittersporn kann jetzt im Oktober ausgesät werden. Wenn Sie die Keimlinge etwas gegen Kälte schützen, entwickeln sie sich im nächsten Jahr zu kräftigen Pflanzen mit reichem Blütenansatz.

Knollen von Dahlien und Canna
Wenn der erste Frost die Blätter von Dahlien und Blumenrohr (Canna) zerstört hat, werden die Knollen ausgegraben und an einem frostfreien, trockenen Ort überwintert.

Gemüse und Kräuter

Löwenzahn antreiben

43 loewenzahnHaben Sie schon einmal versucht, Löwenzahn wie Chicorée anzutreiben? Graben Sie dazu die Wurzeln aus und schneiden Sie die Blätter 2 bis 3 cm über dem Blattansatz ab. Stellen Sie die Wurzeln dicht an dicht in einen am Boden durchlöcherten Eimer auf eine 8 cm hohe Kompostschicht und füllen die Zwischenräume ebenfalls mit Kompost auf. Nach dem Einschlämmen muss etwa 1 cm des Wurzelkopfes sichtbar sein. Die Eimer werden dann mit schwarzer Folie abgedeckt. Nach 14 bis 20 Tagen können die gebleichten Blätter geerntet werden.

Rückschnitt von Grünspargel
Schneiden Sie das absterbende Laub der Grünspargelpflanzen nicht zu früh ab. Die Pflanzen verlagern die in den oberirdischen Teilen vorhandenen Stoffe in die Speicherwurzeln, um im Frühjahr genügend Nährstoffe für den Austrieb zur Verfügung zu haben.

Tee aus dem eigenen Garten

43 teeBis zu den ersten Frösten können Sie noch Pfefferminze, Zitronenmelisse und Salbei ernten und frisch oder getrocknet zur Teebereitung nutzen.

 

 

Überwinterungsmöglichkeiten für den Schwalbenschwanz
Der Schwalbenschwanz ist einer der schönsten Schmetterlinge Europas. Die Raupen des Falters leben vorwiegend auf Doldenblütlern wie Möhren und Dill. Wenn Sie einen kleinen Möhrenbestand im Herbst stehen lassen, können die Raupen daran überwintern.

Wintersteckzwiebeln pflanzen
Wintersteckzwiebeln können jetzt noch gepflanzt werden. Eine gute Pflanzschaufel oder ein Pflanzstock erleichtern das Pflanzen. Es gibt viele interessante Speisezwiebel-Sorten, deren Anbau sich lohnt.

Wurzelgemüse
Wurzelgemüse wächst immer noch. Möhren, Rote Bete und Rüben machen im Oktober bei ausreichender Wasserversorgung noch mal einen richtigen Schuss. Oft beträgt der Zuwachs in diesem Monat bis zu 10 Prozent. Da die Wurzeln im Boden frostsicher sind, kann die Ernte bis Ende Oktober/Anfang November warten.

Gemüselagerung
Zuckerhut, Kopfkohl, Wirsing, Chinakohl und Porree werden mit Wurzeln eingelagert. Nur so wird ein vorzeitiges Austrocknen verhindert.

Obst

Obstlagerung
Nicht vergessen, dass Äpfel das Reifehormon Ethylen abgeben und damit die Alterung von anderem Lagergut fördern können.

Rasen

Wiesenaussaat
Jetzt ist der letzte Termin der Wiesenaussaat. Bis Ende des Monats können Wiesen und Rasen noch ausgesät werden, denn viele Samen laufen auch bei kühler Witterung auf (einige Arten benötigen sogar Winterkälte zur Überwindung der Keimhemmung). Da niemandem mehr danach zumute sein wird, sich viel im Freien aufzuhalten, kann sich der Rasen jetzt in Ruhe entwickeln.

Pflanzenschutz

Lebensräume für Tiere
Im Zuge der Aufräumarbeiten im Garten bieten sich viele Gelegenheiten, Lebensraum und Unterschlupf für Tiere zu schaffen. So finden viele Insekten im Laub unter Hecken und Sträuchern ihr Winterquartier. Ohrwürmer sowie einige Bienen- und andere Insektenarten überwintern gern in hohlen Stängeln. Abgeschnittene Zweige und holzige Staudenteile in einer Gartenecke aufgehäuft bieten Unterschlupf für Igel und Spitzmäuse.

Feld- und Wühlmäuse
In trockenen Jahren ist immer eine starke Vermehrung bei Feld- und Wühlmäusen zu beobachten. Als direkte Maßnahme ist auch Nachbars Katze dann ein gern gesehener Gast im Garten. Darüber hinaus kann man in größeren Gärten durch das Aufstellen von sogenannten Sitzkrücken (etwa 3 bis 4 m hohe Stangen mit einer 50 cm breiten Querstange am Ende) tagaktive Beutegreifer wie Turmfalke, Bussard, Milan, Habicht oder Sperber anlocken, die der Plage zu Leibe rücken. Auch das Mauswiesel hat Mäuse auf seinem Speiseplan und kann mit Stein- und Holzhaufen (50 bis 80 cm hoch, aufgeschichtet in einer ruhigen Ecke des Gartens) angelockt werden.


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